CPOs – Oranger Zwergflusskrebs

CPO Haltung

Ich halte drei CPOs (Zwei Weibchen, ein Männchen) in einem 120-Liter-Gesellschaftsbecken bei 24°C. Die Lebenserwartung der orangen Zuchtform des gräulichen mexikanischen Cambarellus patzcuarensis ist leider recht gering und liegt bei unter zwei Jahren.

CPOs lieben Höhlen, dunkle Ecken, Mulm und andere Verstecke. Besonders beliebt sind Tonröhren (min. 1 cm Durchmesser besser mehr) und Javamoos. Aber sie flippen sich mit kräftigen Schwanzschlägen auch gerne auf Pflanzen und sitzen dann lässig hoch oben im Becken.

Die Haltung von CPOs im Gesellschaftsbecken ist umstritten und auch ich kann von Vor- und Nachteilen berichten. Der Vorteil ist natürlich, dass man kein extra Becken für diese interessanten farbenfrohen Bewohner braucht. Sie beleben das Becken und bieten dem Beobachter Abwechslung. Doch die Nachteile der CPO Haltung sind ganz praktischer Natur: wenn die Fische mal medizinisch behandelt werden sollen, müssen die Krebse oftmals raus aus dem Becken. Sie vertragen viele der Inhaltsstoffe in Fischmedikamenten nicht (beispielsweise Kupfer). Meist ist das nachzulesen auf dem Beipackzettel. Horrormärchen über CPOs die sich gegenseitig töten oder Fische jagen und zur Strecke bringen, kann ich nicht bestätigen. Sie teilen sich ihren Lebensraum recht friedlich mit einer Handvoll Corydoras Trilinatus und einer Monsterfächergarnele. Nur wenn es ums Futter geht, können sie etwas ruppig werden. Die Corys haben das verstanden und machen sich dann aus dem Staub.

Bei der Haltung der CPOs im Garnelenbecken muss mit Ausfällen bei den Garnelen gerechnet werden. Allerdings hebt die Vermehrungsfreudigkeit der Garnelen die Beuteerfolge der CPOs mehr als auf. Da auch Garnelen Mulm, Moose etc. bevorzugen, fühlen sich die CPOs in dem Ambiente recht wohl. Optisch macht es auf jeden Fall etwas her in einem Garnelenbecken die schön gefärbten und interessanten CPOs zu halten.

Was fressen CPOs?

Bei mir fressen die CPOs eigentlich das Gleiche wie die Fische. Sie freuen sich über FD-Tabletten egal welcher Art, Garnelenfutter und normales Flockenfutter für Fische, das absinkt. Sie lieben Mückenlarven, Tubifex, Wasserflöhe, Artemia etc. Dabei jagen sie lebende Futtertiere (wobei sie da eigentlich nur bei den Tubifex erfolgreich sind) und fressen auch gerne Frostfutter. Zudem knabbern sie begeistert an Seemandelbaumblättern.












Zucht von CPOs

Nach ca. drei bis vier Monaten ist der Orange Zwergflusskrebs geschlechtsreif. Um Weibchen und Männchen beim CPO zu unterscheiden, muss man sie von unten Betrachten. Die Männchen haben an ihrem Bauch zwischen den letzten Beinpaaren die Begattungsgriffel. Die Paarung der CPOs geht recht ruppig von statten und eines meiner Weibchen verlor dabei auch schon mal ein Bein (das ist nicht so schlimm, mit den nächsten Häutungen wächst es Stück für Stück nach).

Die Paarung findet kurz nach der Häutung des Weibchens statt, da es sich während es Eier trägt nicht häuten kann.

Die Weibchen tragen die Eier ca. einen Monat (eine Woche mehr oder weniger kann es auch mal sein) am Bauch. Ich schätze unsere Weibchen hatten um die 30 Eier unter dem Bauch, gehe aber davon aus, dass diese Zahl nach oben und unten variieren kann. Das tragende Weibchen zieht sich viel zurück und braucht unbedingt entsprechende Rückzugsmöglichkeiten. Damit die Eier nicht faulen und ausreichend mit Sauerstoffe versorgt werden, bewegt das Weibchen sie immer wieder in wellenartigen Bewegungen. Nach ca. einem Monat schlüpfen die Jungen, sie werden dann noch eine Weile unter dem Bauch getragen und häuten sich dort mehrfach, bis sie in die Freiheit entschwinden.

Im Artenbecken oder in Vergesellschaftung mit Garnelen haben die kleinen Krebse gute Chancen erwachsen zu werden. In einem Gesellschaftsbecken mit Fischen werden sie diesen wohl meist zum Opfer fallen. Generell brauchen die kleinen Krebse Mulm, Seemandelbaumblätter und Moose um Futter zu finden und sich verstecken zu können. Die Mini-CPOs fressen zermahlenes Fisch- und Garnelenfutter.







Wie fängt man CPOs?

Ab und zu ist es nötig einen oder mehrere CPOs zu fangen, weil man sie umsetzten oder ähnliches möchte. Ich habe festgestellt, dass das am besten und einfachsten per Hand funktioniert.

So rührt man nicht allzu viel im Becken herum, kann in jede Ecke und die Krebse können sich nicht im Kescher verfangen. Dabei umschließt man sie nur ganz lose mit der Hand. Ab und zu zwicken sie dann in die Hand, was ich aber bis jetzt nicht als schmerzhaft empfunden habe.

















Geschrieben von AliceWu um 2013-03-27 10:59:34

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